
Beim Branchentreffen am 20. Oktober 2026 standen neue Agentforce-Szenarien, deren Integration in die Teams von Kunden und Partnern und die Steuerung von KI-Anwendungen im Mittelpunkt.
Rund 130 Teilnehmende und Partner aus wichtigen Industrien kamen zum Salesforce Presales Partner Day nach München. Die Veranstaltung zeichnete ein klares Bild: Salesforce entwickelt KI-Agenten von punktuellen Assistenten zu festen Bestandteilen der Vertriebsarbeit.

Im Mittelpunkt der Dreamforce-Nachlese stand der sogenannte CoWorker. Das vorgestellte Konzept beschreibt einen KI-Agenten, der direkt mit Account Executives zusammenarbeitet. Der Agent soll dabei Opportunities analysieren und Vorschläge für das weitere Vorgehen liefern – und das unabhängig von Lightning-UI, Slack oder MS Teams.
Ein weiterer Baustein ist Momentum. Die akquirierte Lösung soll Informationen aus Meetings und anderen Quellen nutzen, um direkt Opportunities in Salesforce zu pflegen. Das adressiert eine bekannte Schwachstelle vieler CRM-Prozesse: Vertriebsinformationen entstehen häufig im Gespräch, werden aber erst verspätet oder unvollständig im System dokumentiert.
Mit KOA, dem „AI Harness“, rückte zugleich die kontrollierte Nutzung von Agenten in den Fokus. Vorgestellt wurde eine zentrale Ebene für Sicherheits- und Kostenkontrolle. Darüber hinaus soll KOA die Genauigkeit von Agenten verbessern und Guardrails unterstützen.
Damit adressiert Salesforce eine zentrale Voraussetzung für den produktiven Einsatz generativer KI: Je stärker Agenten in operative Abläufe eingreifen, desto wichtiger werden nachvollziehbare Regeln, verlässliche Ergebnisse und eine transparente Steuerung der entstehenden Kosten.
Die Healthcare-&-Life-Sciences-Breakout-Session bot einen eigenen Rahmen für branchenspezifische Fragen.
Für Beratungs- und Implementierungspartner bleibt dennoch eine klare Leitfrage: Wie lassen sich neue Agentenfunktionen sicher in bestehende CRM-Prozesse, Governance-Strukturen und Arbeitsweisen integrieren?
Gerade in regulierten Branchen dürfte nicht allein die technische Verfügbarkeit entscheiden, sondern die kontrollierte Einbettung in Prozesse, Rollen und Datenzugriffe.
Der Salesforce PreSales Day in München vermittelte ein konsistentes Zukunftsbild: KI-Agenten sollen Vertriebsarbeit nicht nur punktuell unterstützen, sondern Informationen aus Meetings verarbeiten, Opportunities analysieren, Leads bearbeiten und Handlungsvorschläge liefern. Gleichzeitig baut Salesforce mit KOA eine Steuerungsebene für Sicherheit, Kosten und Guardrails auf.
Für Implementierungs- und Beratungspartner entsteht daraus ein neues Aufgabenfeld. Der Mehrwert wird dort liegen, wo Agenten nicht als isolierte Funktion eingeführt werden, sondern messbar in CRM-Prozesse und die tägliche Vertriebsarbeit eingebunden sind.
Durch die konsequente Nutzung von Tools wie Claude wird sich die Arbeitsweise von Partnern genauso grundlegend verändern wie die der Kunden. Dadurch ergeben sich spannende neue Services und Abrechnungsmodelle jenseits von Manntagen oder Time & Material.






