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Training im Homeoffice: 
Läuft anders – aber läuft 

15. Juni 2020

Schulungen für Kunden sind meine Passion. Ich finde es toll, Menschen etwas Neues beibringen zu können. Dabei macht mir der persönliche Kontakt immer besonders viel Freude. Da wir zur Zeit nicht rausfahren können, ist mir dieses Highlight verwehrt – doch inzwischen konnte ich mich mit den Remote-Schulungen anfreunden und habe daran Spaß gefunden, auch ohne direkten Augenkontakt.  

Remote-Trainings sind zur Zeit stark bei uns nachgefragt UND, ich hätte es kaum für möglich gehalten, sie machen mir genauso viel Spaß wie Live-Trainings. Dabei sind die Herausforderungen im ersten Moment größer, denn so ganz ohne Mimik, Körperhaltung und Augenkontakt ist nur schwer einzuschätzen, ob sich die Teilnehmer langweilen oder vielleicht überfordert sind.

Daher haben wir unsere bestehenden Trainings um Methoden erweitert, die diesen persönlichen Eindruck etwas ausgleichen. So haben wir die bildhaften Darstellungen in unseren Präsentationen deutlich ausgebaut und stellen während des Trainings häufiger Fragen, um die Teilnehmer*innen mehr mit einzubeziehen. Wir versuchen, so oft es geht zu interagieren, schließlich weiß man ja selbst, wie es ist, wenn man längere Zeit auf den Bildschirm starren muss, ohne selbst aktiv zu sein. Die Konzentration lässt nach und man lässt sich schnell ablenken. Außerdem steht immer ein Ansprechpartner im Chat bereit, um Fragen zu beantworten oder sich um technische Herausforderungen zu kümmern.

One-(wo)man-show ade

Schnell war uns klar, dass es mit einem Trainer allein nicht getan ist. Zur Betreuung des Chats oder um ggf. technische Fragen im Hintergrund zu klären, arbeiten wir in den Schulungen nicht allein. Je nach Teilnehmergröße ist mindestens eine weitere Person dabei. Wir waren jedoch auch schon einmal zu fünft. Da muss jeder genau wissen, welche Aufgabe er/sie hat, damit in der Schulung alles glatt läuft. 

Die Schulungen sind in der Regel zeitlich genauso getaktet wie Live-Veranstaltungen. Wir planen jedoch über den Tag verteilt mehrere kleine „Bio“-Pausen ein und na klar, eine Mittagspause. Die Pausen sind besonders wichtig, denn nicht allen Teilnehmern steht zu Hause ein eigener Raum zur Verfügung und das kann Stress verursachen, den wir durch die Pausen etwas eindämmen wollen. Zusätzlich fördern wir damit auch die Konzentration.

Für uns beginnt der Tag schon weit vor der eigentlichen Veranstaltung, damit diese auch pünktlich losgeht. Häufig müssen ad hoc technische Herausforderungen oder andere Dinge gemeistert werden. Daher legt unser Team mindestens eine halbe Stunde vor der Startzeit los.

Remote Training aus dem Homeoffice.

Technik am Start

Zu Beginn der Schulungen gehen wir immer zuerst auf das genutzte System ein. In der Regel nutzen wir Microsoft Teams. Die Teilnehmer*innen haben oft sehr unterschiedliche Erfahrungen in der Nutzung der Technik und so ist es wichtig, sie mit Kameranutzung, Präsentation des Bildschirms (viele Fenster geöffnet), Stummschaltung etc. vertraut zu machen. Manchmal, wenn doch nicht stummgeschaltet ist oder die Kamera aktiviert ist, bekommen wir auch Eindrücke aus der häuslichen Umgebung mit – durch ein Kind, das etwas fragt oder wenn der Postbote klingelt. 

Das hat seinen ganz besonderen Charme, zumindest in unserer Schulung, doch im Kundenkontakt sollen private Dinge ausgeblendet werden. Das erklären wir gerne anhand von (amüsanten) Bildern, auf denen zu sehen ist, wie es nicht sein sollte.

Die Einladungen zu den Schulungen kommen übrigens immer von dem Unternehmen, das die Schulung beauftragt. Damit ist sichergestellt, dass die Teilnehmer auch alle in die Session kommen, und den Compliance-Anforderungen des Unternehmens entsprochen wird.

Geduld ist Trumpf

Vor meiner ersten Online-Schulung war ich ziemlich nervös und aufgeregt. Mittlerweile bin ich etwas ruhiger, dennoch ist es jedes Mal spannend: Mal kommt man nicht ins Kundensystem, manchmal kommen keine Antworten auf in der Schulung gestellte Fragen, manchmal bin ich nicht sicher, ob mich die Teilnehmer*innen verstanden haben. Ich musste lernen (und das ist wirklich schwer für mich), Geduld zu haben, denn es kommt immer ein Feedback, auch wenn es etwas dauert. Natürlich haben wir uns auch für den Fall etwas überlegt, wenn niemand antwortet. Wir sprechen dann einfach einen Teilnehmer aus der Gruppe an oder stimmen uns mit Keyusern oder teilnehmenden Führungskräften des Unternehmens ab, erste Ideen als Anstoß zu liefern. Danach ist es ein Selbstläufer…

Do-it-yourself

Üben, üben, üben – diese Maxime verfolgen wir nach der Mittagspause. Denn am Nachmittag dürfen die Teilnehmer*innen selbst ran. Sie können dann das am Vormittag angeeignete Wissen in die Tat umsetzen. Dazu arbeiten sie in Kleingruppen mit ihnen bekannten Kolleg*innen zusammen. Wir lassen die Leute dann machen und sind da, wenn Probleme auftreten.

Und dann sind da noch die eLearnings

Remote Training aus dem Homeoffice.

Die Erstellung von eLearnings hat auch seinen Reiz, denn auch hier geht es nicht ohne den Kunden, zumindest im Vorfeld. Zur Erstellung von eLearnings ist vorab genau abzustecken, welches Wissen vermittelt werden soll, ob es eine Abfrage am Ende geben muss, um welchen Zeitrahmen es sich handelt etc.

Und natürlich sollen auch die eLearnings Spaß machen und den User animieren, mitzudenken, mitzumachen und vor allem das vermittelte Wissen auch zu behalten. Dazu kann es Sinn machen, Grafiken kombiniert mit Videos einzubinden, zwischendurch Fragen zu stellen, den Sachverhalt auch noch auf der Tonspur zu erklären und den User einzubinden, indem er etwas eintippen muss, um auf die nächste Seite zu gelangen.

Je nachdem wie aufwändig das eLearning gestaltet wird, kann eine Produktion auch schon mal ein, zwei Wochen dauern. Kleinere Produktionen können wir aber auch schon nach vier Arbeitstagen liefern. Das hängt eben ganz von den Anforderungen ab.

Vielfalt, die mir Spaß macht

Auch wenn ich im Vorfeld von Remote-Schulungen immer etwas aufgeregter bin als bei „normalen“ Schulungen, bin ich inzwischen ganz begeistert, dass sich darin ebenfalls ein Draht zu den Teilnehmer*innen aufbauen lässt und der Spaß beim Lernen nicht verloren geht. Gleiches gilt für die Erstellung der eLearnings. Hier kann ich zwar nicht direkt in Kontakt treten, doch ich kann mich im Vorfeld in die Teilnehmer*innen hineinversetzen und die Wissensvermittlung so aufbereiten, dass die Zeit der Schulung für diese wie im Flug vergeht. Es läuft also anders, aber es läuft richtig gut.

Unsere Autorinnen und Autoren haben sehr unterschiedliche Berufe und kommen aus verschiedenen Bereichen und Standorten von Sycor. Alle schreiben aus ihrer persönlichen Sicht und von ihren persönlichen Erfahrungen.

Rebeca Lopez Galvis

Trainer Personal and Digital Training, SYCOR mbs GmbH

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