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Future Day 2018

Wie macht man die Welt wieder frisch?

Der Future Day ist eine jährliche Veranstaltung des Zukunftsinstituts, das seinen Auftrag bereits im Namen trägt: Die Gestaltung der Zukunft mit Trendforschung, frischen Ideen und Denkanstößen voranzubringen.

Der diesjährige Future Day fand Anfang Juni in Frankfurt statt und Sycor war mit dabei. Geboten wurde ein branchen- und fachübergreifendes Programm, welches ein entsprechend breites Publikum anzog. Der Tag gliederte sich in die Themenblöcke Mind, Nature, Work und Space und war mit Rednern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur vielseitig besetzt. 

Future Day 2018: ein Überblick

Mind:

Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurowissenschaftler, sprach über die Entfaltung menschlicher und kooperativer Potentiale in einer individualisierten, komplexen Welt der Zukunft: In einer neuen, immer komplexeren Welt müsse jeder Mensch eine eigene, innere Haltung entwickeln, die ihn leitet und die er mit jeder Problemlösung weiterentwickelt. Entsprechend müsse jeder Mensch als Subjekt und nicht als bloßes Objekt betrachtet und behandelt werden. Die zentrale Herausforderung läge darin begründet, dass jeder Mensch individuell ist, aber gleichzeitig nur in der Gemeinschaft mit anderen Menschen existieren kann.

Daher sei die Entwicklung eines gemeinsamen Ziels aus der inneren Haltung heraus essentiell, um erfolgreich kooperativ mit anderen Menschen an der Erreichung dieses Ziels zu arbeiten.

Statt mit Befehl und Gehorsam Mitarbeiter zu steuern, sollten Organisationen, insbesondere bei komplexen Problemstellungen, eigenständiges Arbeiten fördern um eine optimale Entfaltung des Mitarbeiterpotentials zu erreichen.  

Nature:

Koert van Mensvoort, Künstler, Technologe und Philosoph, regte eine Erweiterung des Natur-Verständnis von einer durch Ursprünglichkeit geprägten Naturromantik zu der Erkenntnis, dass Natur und Kultur verschmelzen, an. 
Am Beispiel der Technologie-Pyramide, die die Evolution technologischer Neuerungen anzeigt, wurde die Idee, dass Kultur und Natur keine Gegensätze sind, deutlich. 
In der frühesten Stufe existiert eine Innovation ausschließlich als Vision. In den nächsten Stufen wird sie als Prototyp umgesetzt und erfährt Akzeptanz durch die Nutzer. In den weiteren Schritten wird eine erfolgreiche Innovation als lebensnotwendig empfunden und als solche nicht mehr wahrgenommen. Die höchste Stufe ist die der Naturalisierung, mit den jahrtausendalten Innovationen Kleidung, Landwirtschaft und Kochen als genannte Beispiele. Statt "Back to Nature" könne es nur ein "Forward to Nature" geben.

Diese Betrachtung lässt sich auch auf den Weg von Innovationen in Organisationen anwenden, bis diese auf breite Akzeptanz treffen oder als solche gar nicht mehr wahrgenommen werden. Mit Change Management und mutigem Engagement für Visionen und Prototypen wird dieser Weg aktiv vorangetrieben.  

Work:

Dr. Simon Sagmeister, Managing Director am „The Culture Institute“, gab einen Einblick in die Kultur von Unternehmensorganisationen. In der Kulturstudie seines Instituts wurden die „New Player" (vor allem Tech-Unternehmen aus Silicon Valley) mit den sogenannten „Traditional Player" aus der Automobilindustrie hinsichtlich ihrer kulturellen Werte analysiert und verglichen. 
Beide organisatorische Kulturen wiesen als Gemeinsamkeiten einen hohen Grad an „Gewinnen wollen" und „Wissen und rationales Denken" aus. Die „New Player" unterscheiden sich durch die stark ausgeprägten Werte „Mut, Tatkräftigkeit, Machen" und „Weitblick und Visionen" von traditionell geprägten Unternehmen, wo Werte wie „Gemeinschaft", „Ordnung und Struktur" und „Menschlichkeit" stärker ausgeprägt sind. 
Der kulturelle Wert „Weitblick und Vision" sei ein entscheidender Faktor für die Motivation der Mitarbeiter, da Sinn und Vision als Handlungsgründe für Menschen am nachhaltigsten wirkten.   
Als Anstoß gab Herr Sagmeister dem Publikum mit auf den Weg, die Aufmerksamkeit im Unternehmen zwischen dem sogenannten Hungry Beast (unersättliches Tagesgeschäft) und den Ugly Babies (neue Ideen, ggf. auch von anderen Kollegen) auszubalancieren, sodass auch die Ugly Babies wachsen können.   

Neue, sinnhafte Visionen werden gebraucht! 

Um der Zukunft erfolgreich zu begegnen sind neue, sinnhafte, klare Unternehmensvisionen nötig. Sie müssen kooperativ und mutig umgesetzt werden, um eines Tages von einem Ugly Baby zu einer akzeptierten Innovation heranzuwachsen.    

Mehr Informationen zum Future Day 2018 unter: https://futureday.network/future-day-2018/

Neugierig auf mehr? Anmeldung zum Future Day 2019 unter: https://onlineshop.zukunftsinstitut.de/shop/future-day-2019/

Ihr Ansprechpartner

Frank Wille

Senior Consultant
Microsoft Dynamics 365
+49 551 490 2026

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