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Abenteuer Zukunft – Künstliche Intelligenz  

Abenteuer Zukunft – Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) wird mehr und mehr allgegenwärtig. Immer öfter hört man von neuen Entwicklungen, die durch KI umgesetzt wurden. Computer, die sich in Windeseile immense Fähigkeiten aneignen können: Sie lenken Autos und übersetzen in 20 Sprachen, sie analysieren Blutproben und Mammografien, sie schreiben, verstehen Texte und erkennen Bilder – und vor allem: Sie werden immer besser. 
Dr. Jonas Harbering (Data Scientist) und Michael Zielinski (Architecture Services Senior Consultant) verschaffen uns Klarheit im Hinblick auf das Abenteuer Künstliche Intelligenz.

Michael Zielinski (links) und Dr. Jonas Harbering (rechts) geben einen Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz.

Viele denken bei Künstlicher Intelligenz sofort an Roboter. Ist diese Vorstellung meilenweit weg von der Wirklichkeit? Was bedeutet Künstliche Intelligenz, kurz KI, eigentlich genau?

Michael Zielinski: Im Grunde geht es bei Künstlicher Intelligenz darum, menschliches Verhalten bei einem bestimmten Problem maschinell nachzuahmen. So wird eine Intelligenz simuliert. Dafür wird beispielsweise aus vergangenen Ereignissen bzw. dem Umgang mit Problemen gelernt, indem ein Muster erkannt wird, wie mit dem Problem umgegangen wurde. Das Ganze wird durch einen mathematischen Algorithmus beschrieben. Somit wird das Verhalten automatisierbar gemacht. Daraufhin kann der trainierte Algorithmus auf neue Ereignisse angewendet werden. Es wird zwischen starker und schwacher KI unterschieden. Bei der schwachen KI werden konkrete Anwendungsfälle des menschlichen Denkens nachgeahmt. Die starke KI geht direkt in die Richtung Roboter. Starke KI bedeutet: Die Maschine denkt wie ein Mensch, also wie der I-Robot aus dem Film. Mit der Vorstellung von KI und Robotern, ist man nicht meilenweit weg von der Wirklichkeit, aber in der Realität ist die Forschung mit der starken KI noch nicht ganz so weit, wie es in dem Film dargestellt wird. Es gilt momentan immer noch als visionär.

Jonas Harbering: In meinem Verständnis ist KI noch ein klein wenig anders. Du bist schon auf die Inhalte von Künstlicher Intelligenz eingegangen. KI ist erstmal eine Begrifflichkeit, eine Definition. Erfunden wurde KI von Alan Turing, der aus dem Film „Enigma“ bekannt ist. Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der Theoretischen Informatik. Wenn wir von KI reden, reden wir von einer Begrifflichkeit, nicht von einer Methode. Eine Methode, die zum Beispiel hinter KI steht, ist Machine Learning.

  • "Es wird wahrscheinlich schwierig, in Zukunft nicht mit KI in Berührung zu kommen. Und per se ist das auch nichts Schlechtes. Es wird sich so normalisieren, sodass wir sogar erwarten, dass bestimmte Produkte einfach intelligent sind."

    Michael Zielinski, Architecture Services Senior Consultant, Sycor

    Wo begegnet uns KI schon im Alltag? Habt ihr ein paar Beispiele?

    Michael Zielinski: Ich bin viel mit dem Auto unterwegs und mein Auto hat irgendwann gelernt, was anhand der Strecke, die ich gerade fahre, mein Ziel sein könnte. Dieses Ziel schlägt es mir dann vor. Das angebotene Ziel kann ich anklicken und direkt ins Navi übernehmen. Die KI in meinem Auto „denkt“ in jedem Moment mit, wo ich denn langfahren könnte und was mein Ziel sein könnte. Ja, mein Auto kontrolliert mich also pausenlos.

    Jonas Harbering: Ich hätte die Google-Suche als Beispiel. Immer wenn du etwas eintippst, ist es eigentlich KI was da passiert. Denn wenn Michael etwas sucht und ich was suche, ist das durchaus unterschiedlich. Wenn ich 10-mal einen bestimmten Begriff gesucht und angeklickt habe, wandert die Seite nach oben. Weil das System gelernt hat, dass ich immer daran interessiert bin. Ebenso das Beispiel Auto Complete, entweder im Internet oder auch bei mir auf dem Handy, wenn ich Nachrichten schreibe. Aber das Erste, an das ich beim Beispiel Künstlicher Intelligenz denken muss, ist natürlich Karl Klammer! Der kleine oftmals nervige Office-Helfer, den viele sofort weggeklickt haben, wenn er auf dem Bildschirm auftauchte. Dennoch wird er historisch gesehen gerne als erste Künstliche Intelligenz genannt.

    • "Wir haben die Menschen bei Sycor, die Prozesse beraten können. Jetzt müssen wir nur noch Ideen mitgeben, wo KI einen Mehrwert beim Kunden bieten kann. "

      Dr. Jonas Harbering, Data Scientist, Sycor

      Seht ihr den Hype rund um das Thema KI als gerechtfertigt? Kommen wir in Zukunft nicht um die Vorteile von KI herum?

      Michael Zielinski: Es wird wahrscheinlich schwierig, in Zukunft nicht mit KI in Berührung zu kommen. Und per se ist das auch nichts Schlechtes. Es wird sich so normalisieren, sodass wir sogar erwarten, dass bestimmte Produkte intelligent sind.

      Jonas Harbering: Ja, man muss auch immer wieder unterscheiden, zwischen der Daten-Aufnahme – die für Machine Learning notwendig ist – und der anschließenden Verarbeitung der Daten. An sich ist es nichts schlechtes, wenn Daten aufgenommen werden, wir müssen nur schauen, was mit der Auswertung geschieht. Stichwort Datenschutz. Daher soll in Deutschland auch eine Ethik-Kommission geschaffen werden. Sie setzt sich mit diesen Themen auseinander und legt fest, welche Anwendungen unter dem Siegel Künstlicher Intelligenz vorangetrieben werden und was wir ethisch nicht wollen. Vom Stand der Entwicklung sind wir Ländern wie China und den USA durchaus hinterher, aber was die sozial-gesellschaftliche Debatte angeht, sind wir viel weiter als die anderen Länder. Die führen diese Diskussion zum Teil gar nicht, sie setzen KI einfach um.

      Michael Zielinski: Stimmt. In manchen Ländern ist es aber auch kein gesellschaftliches Problem. In China zum Beispiel, liegt es auch daran, dass die Menschen in einem anderen System aufwachsen. In dem chinesischen System werden von oben herab Dinge festgelegt und die sind dann so einzuhalten. Das wird dann einfach umgesetzt und nicht in Frage gestellt.

      Auf welchem Stand ist Sycor? Was können wir bereits in dem Bereich Künstlicher Intelligenz leisten?

      Michael Zielinski: Wir befassen uns bei Sycor seit etwas über zwei Jahren intensiv mit dem Thema KI. Wir haben unser Data Analytics Team um die notwendigen Kompetenzen erweitert und sind nun in der Lage, konkrete Anwendungsfälle zu erarbeiten. Und vor allem auch bei den Kunden oder auch bei uns selbst zu implementieren. Aktuell arbeiten wir an unterschiedlichen Ideen und Produkten, die wir bereits jetzt und in Zukunft anbieten können.

      Jonas Harbering: Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass Sycor ganz viel Wissen in ERP-Systemen hat – sei es AX, D365 oder SAP und dann auch in den Prozessen, die im ERP abgebildet werden. Wir haben die Menschen bei Sycor, die Prozesse beraten können. Jetzt müssen wir nur noch Ideen mitgeben, wo KI einen Mehrwert beim Kunden bieten kann. Von unserem Setting als Unternehmen, das sich auf die Fahnen schreibt, das Thema KI voranzutreiben, sind wir prädestiniert dafür. Mit Sycor.IntelliCamp haben wir das erste Sycor-Produkt, das KI enthält und gehen damit jetzt an den Markt. Wir haben aber darüber hinaus viele Ideen, womit wir die Prozesse erleichtern können und sind im Team dafür sehr gut aufgestellt.

      Ihr Ansprechpartner

      Michael Zielinski

      Director 
      Professional Service 
      for Business & Data Analytics
      +49 40 30 99 3 99 47

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